Sicherheitsvorfälle sind heute keine Ausnahme mehr, sondern Teil des digitalen Alltags. Cyberangriffe erfolgen immer gezielter, automatisierter und professioneller, während IT-Landschaften gleichzeitig immer komplexer werden.
In diesem Beitrag beleuchten wir die fünf zentralen Sicherheitsrisiken, mit denen Unternehmen im Jahr 2026 konfrontiert sind, und zeigen auf, wie sich diesen Bedrohungen strukturiert begegnen lässt.
Unser Ziel ist es, Sie für diese Bedrohungen zu sensibilisieren, damit Sie und Ihr Informationssicherheitsbeauftragter gezielte Maßnahmen ergreifen können, um Ihre Systeme effektiver zu schützen.
1. Unzureichende Zugriffskontrollen
Fehlerhafte oder zu großzügige Berechtigungen gehören nach wie vor zu den häufigsten Ursachen erfolgreicher Angriffe. Kompromittierte Benutzerkonten oder interne Fehlkonfigurationen ermöglichen es Angreifern, auf sensible Daten und kritische Systeme zuzugreifen.
Ein wirksamer Schutz erfordert ein klares Identity- und Access-Management, das konsequent nach dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe umgesetzt wird. Zugriffe sollten regelmäßig überprüft, nachvollziehbar protokolliert und insbesondere in Cloud- und SaaS-Umgebungen automatisiert angepasst werden.
2. Fehlende Transparenz über IT Assets
Nur was Unternehmen bekannt ist, können sie schützen. Unvollständige oder veraltete Asset-Verzeichnisse führen jedoch dazu, dass Systeme unbemerkt verwundbar bleiben. Gerade Cloud-Ressourcen, mobile Endgeräte und die sogenannte Shadow IT entziehen sich häufig der Kontrolle.
Ein zeitgemäßes Asset Management sollte daher dynamisch, automatisiert und ganzheitlich ausgelegt sein. Nur so lassen sich Risiken realistisch bewerten, Verantwortlichkeiten klar zuordnen und Sicherheitsmaßnahmen sinnvoll priorisieren.
3. Unsichere Identitäten und Authentifizierungsverfahren
Digitale Identitäten zählen im Jahr 2026 zu den primären Angriffszielen. Phishing-Angriffe, der Missbrauch aktiver Sitzungen und gestohlene Zugangsdaten ermöglichen häufig den Einstieg in Unternehmensumgebungen, ohne dass technische Schwachstellen ausgenutzt werden müssen.
Unternehmen sollten daher auf mehrstufige Authentifizierungsverfahren setzen, die gegenüber Phishing widerstandsfähig sind. Ergänzend sind klare Passwortrichtlinien sowie eine kontinuierliche Überwachung von Anmeldeereignissen erforderlich. Die Absicherung von Identitäten ist heute ein zentraler Bestandteil jeder Sicherheitsstrategie.
4. Unzureichendes Patch und Konfigurationsmanagement
Ungepatchte Systeme und fehlerhafte Konfigurationen bleiben ein häufiges Einfallstor für Angreifer. Besonders kritisch ist die Tatsache, dass neu veröffentlichte Schwachstellen oftmals innerhalb kürzester Zeit aktiv ausgenutzt werden.
Notwendig sind klar definierte Prozesse, eindeutige Zuständigkeiten und ein risikobasiertes Vorgehen bei der Aktualisierung von Systemen. Automatisierte Prüfungen und regelmäßige Kontrollen tragen wesentlich dazu bei, Sicherheitslücken frühzeitig zu schließen.
5. Veraltete Sicherheitsarchitekturen
Der alleinige Einsatz klassischer Antivirenlösungen bietet keinen ausreichenden Schutz mehr. Moderne Angriffe arbeiten häufig ohne schädliche Dateien, nutzen bislang unbekannte Schwachstellen aus oder bewegen sich unauffällig innerhalb von Netzwerken.
Erforderlich ist daher ein ganzheitlicher Sicherheitsansatz, der Prävention, Erkennung und Reaktion miteinander verbindet. Dazu zählen unter anderem moderne Endpoint- und Detection-Lösungen, zentrales Sicherheitsmonitoring sowie klar definierte Abläufe für den Umgang mit Sicherheitsvorfällen. Ein etabliertes ISMS schafft hierfür den organisatorischen und technischen Rahmen.
Fazit
Die Bedrohungslage im Jahr 2026 ist komplex und dynamisch. Einzelne technische Maßnahmen reichen nicht mehr aus, um Unternehmensumgebungen wirksam zu schützen. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Technologie, klaren Prozessen und verantwortungsvollen Zuständigkeiten. Unternehmen, die ihre Sicherheitsstrategie strukturiert aufstellen und kontinuierlich weiterentwickeln, können ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen nachhaltig erhöhen.
Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre Informationssicherheit strukturiert zu bewerten, Schwachstellen gezielt zu beheben und nachhaltige Sicherheitskonzepte umzusetzen. In einer kostenlosen Erstberatung erhalten Sie eine erste Einschätzung Ihrer aktuellen Sicherheitslage sowie konkrete Handlungsempfehlungen. Sprechen Sie uns an und stärken Sie die Sicherheit Ihrer IT nachhaltig.